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Arbeitskreis Wasserschutzpolizei

 

 

Der Arbeitskreis "Wasserschutzpolizei" in der Deutschen Gesellschaft für Polizeigeschichte hat sich im Februar 1995 bei der Wasserschutzpolizeischule in Hamburg konstituiert. Zum Leiter/Koordinator des Arbeitskreises wurde Herr Günter Heemann gewählt. Aus Beiträgen der Mitglieder des Arbeitskreises WSP ist 1996 ein Buch mit dem Titel "Die deutschen Wasserschutzpolizeien" zusammengestellt worden, dass dem verstorbenen EPHK Heinz Lappöhn gewidmet ist und zu dem der Vorsitzende der Innenministerkonferenz ein Vorwort verfasst hat. Es handelt sich dabei um einen Grundriss der WSP-Geschichte, der eine Übersicht der geschichtlichen Entwicklung der Wasserschutzpolizeien und ihrer Vorläufer bis zur heutigen Zeit darstellt.

Nach Tagungen in Duisburg und Potsdam konnte die Präsentation des Buches "Die deutschen Wasserschutzpolizeien" am 23.11.1996 unter Beteiligung der WSP-Leitungen Brandenburgs und Berlins, des Vorsitzenden der DGfPG e.V. sowie von Autoren und Zeitzeugen bei der Internationalen Bootsausstellung in der Bundeshauptstadt Berlin auf den Ausstellungsständen der WSP Brandenburg und Berlin erfolgen.

Die Überreichung des Buches an den Innensenator Hamburgs, Herrn Wrocklage, der als Vorsitzender der Konferenz der Innenminister und -senatoren das Vorwort verfasst hatte, erfolgte am 21.3.1997 in der Wasserschutzpolizeischule Hamburg. Die Tagung des AK WSP in Immenstaad am Bodensee im Mai 1997 befasste sich mit dem Thema „Übergreifende Zusammenarbeit der Wasserschutzpolizei auf grenznahen Gewässern in Westeuropa“.

1998 fand bei der Polizeiführungsakademie Hiltrup die nächste Tagung mit dem Thema "Fachspezifische Aus- und Fortbildung der Wasserschutzpolizei" statt. Neben dem Vortrag des Dozenten der PFA, Herrn Prof. Dr. Heuer, über das Thema "Polizeiliche Ausbildung im Wandel – Ziele und Effekte für das Berufsverständnis" wurde eine Übersicht der fachspezifischen Aus- und Fortbildung der deutschen Wasserschutzpolizeien seit 1919 mit den Besonderheiten einiger Länder besprochen. Zum Abschluss konnte der Entwurf des Qualifizierungskonzepts für Beamtinnen und Beamte der WSP Niedersachsen kurz dargestellt werden.

Auf der Tagung des Arbeitskreises 1999 in Koblenz wurde das Thema "Umfang, Inhalt und Auswirkung der staatspolitischen (weltanschaulichen, ideologischen) Schulung der Bediensteten der Wasserschutzpolizeien" behandelt.

Vor Beginn der Tagung in Wilhelmshaven 2000 wurde die zweite Auflage des Buches "Die deutschen Wasserschutzpolizeien" im EXPO AM MEER Büro durch den ehemaligen Landtagspräsidenten Horst Milde mit dem Verlagsleiter Herrn Neufang in Anwesenheit einiger Autoren und geladenen Gästen der Öffentlichkeit präsentiert. Die Tagung befasste sich mit dem Thema "Entwicklung des Bootsbaus bei den Wasserschutzpolizeien". Den Themenvortrag hielt Dr. Günther Meyer aus Berlin.

Die Tagungen 2001 in Rüdesheim und 2002 in Bautzen befassten sich mit dem Thema „Die Uniformierung der Wasserschutzpolizeien und ihrer Vorläufer“. Das Thema wurde von Herrn Fox in einer Sammlung zusammengefasst. Die Entwicklung der „Aufgaben und Organisation der Wasserschutzpolizeien“ war Gegenstand der Tagung 2003 in Köln. 2004 und 2005 erarbeitete der AK in Hamburg und Braunschweig ein „Ausstellungskonzept der Geschichtlichen Sammlung der deutschen Wasserschutzpolizeien“ für die Wasserschutzpolizei-Schule in Hamburg. Dem folgten 2006 die Themen „Berufsbild des Volkspolizisten in den 80er Jahren in der DDR“ und „Wasserschutzpolizei in drei Zeitepochen, zur Geschichte der Wasserschutzpolizei auf dem Rhein von 1920 bis 1953“, die in Caputh besprochen wurden. 2007 befasste sich der AK in Langenargen/Bodensee mit den Themen „Zusammenarbeit zwischen der WSP und der Gestapo während der NS-Zeit“ sowie aus aktuellem Anlass mit den „Maßnahmen Deutschlands zum nationalen Schutz seiner Schiffe vor Terrorangriffen“. Das Thema „Zusammenarbeit zwischen der WSP und der Gestapo während der NS-Zeit“ wurde 2008 fortgesetzt. In Berlin stand 2009 „Die persönliche Bewaffnung der Bediensteten der Wasserschutzpolizeien und deren Vorläufer“ im Mittelpunkt der Betrachtung.

Dieses Thema konnte bei der Tagung 2010 in Köln mit einer Zusammenstellung über die Waffen der WSP abgeschlossen werden. Neue Erkenntnisse über die Wasserschutzpolizei im auswärtigen Einsatz und über ihre Mitwirkung bei einem Kriegsverbrechen in den Niederlanden wurden von einem Mitglied des AK vorgetragen und bei der Tagung in Bremerhaven 2011 ergänzt. Bei dieser Tagung trug ein Kollege der WSP Bremerhaven das Thema „Schiffsabfertigung einschließlich Passkontrolle“ vor.

Bei der Tagung 2012 in der WSP-Schule Hamburg stellte der Leiter der Schule die Zentrale für alle Beamtinnen und Beamten der Wasserschutzpolizeien der Länder zuständige Schule vor. Er berichtete über die aktuellen Umbau- und Renovierungsarbeiten der Gebäude sowie die nachlassende Vorqualifikation der Schüler, die eigentlich zur verlängerten und intensiveren fachqualifizierten Aus- und Fortbildung führen müsste. Ein Vertreter der WSP Hamburg unterrichte die Teilnehmer über die Organisation und die Aufgaben der WSP Hamburg sowie die besonderen Einstellungsvoraussetzungen. Hamburg ist das einzige Bundesland, das noch spezifische Einstellungsvoraussetzungen für Beamte der WSP im mittleren und gehobenen Dienst festgelegt hat. Zwei Mitglieder des AK WSP informierten über den Stand ihrer bereits im Vorjahr vorgestellten Arbeiten.

Zu Beginn der Tagung 2013 in Magdeburg gedachten die Teilnehmer in einer Schweigeminute des verstorbenen Mitbegründers des AK WSP, Herrn Dr. Erwin B. Boldt. Danach berichtete der Koordinator des AK über die Aktivitäten des AK im zurückliegenden Jahr. Es folgte die Darstellung des Sachstandes zu den bereits im Vorjahr vorgestellten Projekten.

Die Tagung 2014 in Nienburg begann mit einer Führung durch das Polizeimuseum Niedersachsen unter Leitung von Herrn Dr. Dirk Götting. Anschließend stellte ein AK-Mitglied seine Studien zum Thema: "Wasserschutzpolizei des Dritten Reiches im ´auswärtigen Einsatz´, Organisation, Aufgaben und Kriegsverbrechen" vor, die er bereits am 17.09.2013 bei der WSP-Schule in Hamburg vorgetragen hatte und die demnächst in der Schriftenreihe der Gesellschaft erscheinen. Am nächsten Tag folgte der Vortrag zum Thema: "Darstellung der Entwicklung der wasserschutzpolizeilichen Aufgabenwahrnehmung in den Verfügungseinheiten der Polizeiinspektionen der Flächendirektionen Niedersachsens" durch den Vorsitzende des Fachausschusses Wasserschutzpolizei der Gewerkschaft der Polizei Landesbezirk Niedersachsen. Dem Bericht über die Aktivitäten des AK WSP und dem Hinweis auf einen Beitrag im Blog der DHPol zum KFS 2.0 des AK-Koordinators folgte auf Bitten des Museumsleiters der gemeinsame Beschluss des AK, ein inhaltliches Konzept für Ausstellungstafeln des Polizeimuseums Niedersachsen über die geschichtliche Entwicklung der Wasserschutzpolizei von ihren Anfängen bis heute am Beispiel der WSP Niedersachsen zu erarbeiten. Abschließend stellte ein AK-Mitglied seine Erfahrungen bei der Umsetzung des Manuskripts über die Geschichte der WSP Niedersachsen von 1945 bis 2012 mit dem Verlag für Polizeiwissenschaft und die zusammenfassende Darstellung des Buches "Die Wasserschutzpolizei Niedersachsen", der als Band 16 in der Schriftenreihe der Gesellschaft erschienen ist, kurz vor.

Die Tagung zum 20jährigen Jubiläum des AK WSP begann 2015 mit einer Führung durch das Tuchmachermuseum Bramsche, an die sich das gemeinsame Abendessen anschloss. Der Koordinator gab einen kurzen Rückblick auf die Bildung des AK WSP am 04./05.02.1995 bei der WSPS Hamburg und die Tätigkeiten der letzten 20 Jahre des AK. Die Themen der 23 Tagungen, die auf der Mitgliederseite des AK WSP im Internet nachzulesen sind, wurden kurz dargestellt und die Teilnehmer mit beträchtlichem Lebensalter gewürdigt. Der Vorsitzende der Gesellschaft, der an allen Tagungen teilnahm, bedankte sich für die Leistungen des AK WSP und seines Koordinators. Danach stellte der Koordinator kurz die Tätigkeiten des AK WSP seit der letzten Tagung in Nienburg vor. Die Tagungsteilnehmer trafen sich am nächsten Tag mit ehemaligen und aktiven Polizeibeamten auf der Dienststelle der WSP Bramsche und wurden vom stellvertretenden Dienststellenleiter und dem Bürgermeister der Stadt Bramsche begrüßt. Nach der Besichtigung der Dienststelle fuhren alle mit einem Sportboot zum Museum der Varusschlacht im Park Kalkriese. Am Abend wurden die vom AK WSP erstellten Entwürfe für 13 Tafeln über die Geschichte der Wasserschutzpolizei am Beispiel der WSP Niedersachsen nochmals besprochen, die bereits am 15.01.2015 dem Polizeimuseum Niedersachsen übersandt worden waren. Vorschläge konnten in einen gekürzten Entwurf eingearbeitet und den Teilnehmern der Besprechung am 19.05.15 beim Polizeimuseum in Nienburg übersandt werden.

Die Tagung 2016 in Köln begann mit einer Führung durch das Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln. Nach dem gemeinsamen Abendessen begrüßte der Koordinator die Teilnehmer des AK und entschuldigte zwei Mitglieder, die nicht teilnehmen konnten. Der Arbeitskreis gedachte seines Gründungsmitgliedes Werner Fox, der am 22.01.2016 verstorben ist und für den AK und darüber hinaus ein "Leuchtturm" war. Ein Mitglied berichtete über seine neuen Erkenntnisse und seine zwei Vorträge in den Niederlanden zu seinem Buch "Vom Nordkap bis zum Asowschen Meer: Deutsche Wasserschutzpolizei im zweiten Weltkrieg", das als Band 19 in der Schriftenreihe der Gesellschaft erschienen ist. Nach einer Besichtigung mit Führung des ehemaligen Regierungsbunkers in Bad Neuenahr / Ahrweiler am nächsten Tag berichtete der Koordinator des AK über den Stand des Ausstellungskonzepts "Geschichte der Wasserschutzpolizei am Beispiel der WSP Niedersachsen" für das Polizeimuseum Niedersachsen und die Tätigkeit des AK im zurückliegenden Jahr.

Die Tagung 2017 in Nienburg begann mit der Eröffnung der Ausstellung "Buten und binnen - Die Wasserschutzpolizei und ihre Geschichte" im Polizeimuseum Niedersachsen in Nienburg. Der Arbeitskreis hatte dazu seine Unterlagen dem Polizeimuseum zur Verfügung gestellt und seit 2014 in Zusammenarbeit mit Mitarbeitern des Museums ein Ausstellungskonzept entwickelt. Am Nachmittag berichtete ein Mitglied über seine neuen Erkenntnisse zum Buch "Vom Nordkap bis zum Asowschen Meer: Deutsche Wasserschutzpolizei im Zweiten Weltkrieg". Mit einer Powerpoint-Präsentation wurden die zusammengestellten Unterlagen zum Thema "Marine-Küstenpolizei M.K.P." vorgestellt und darauf hingewiesen, dass nur wenige verlässliche Unterlagen zu dem Thema vorhanden sind. Anhand der Vorschriften und Bilder konnten die Unterschiede zwischen der Wasserschutzpolizei (SW.) und der Marine-Küstenpolizei hinsichtlich Aufgaben, Organisation, Personal, Uniform und Bewaffnung dargestellt werden. Am nächsten Tag nahmen die Tagungsteilnehmer an einer Führung durch das Heringsfängermuseum in Heimsen teil. Nach der Rückkehr diskutierte der Arbeitskreis den Vorschlag des Koordinators, die ihm durch Wahl 1995 zugefallene Aufgabe abzugeben. In der Diskussion bot sich Herr Peter Bröhl an, diese Aufgabe zu übernehmen, da alle AK-Mitglieder den Arbeitskreis Wasserschutzpolizei fortsetzen wollten.

An der Wasserschutzpolizei und ihrer Geschichte Interessierte sind herzlich eingeladen, der Deutschen Gesellschaft für Polizeigeschichte e.V. beizutreten und/oder im Arbeitskreis "Wasserschutzpolizei" mitzuarbeiten.

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